Die Adiabate Kühlung oder Verdunstungskühlung ist ein in der Klimatechnik eingesetztes Verfahren, um mit Verdunstungskälte die Lufttemperatur zu senken.
Das Verfahren wird indirekt angewandt, indem ein anderer Luftstrom als der zu kühlende Luftstrom befeuchtet wird. Die Verdunstungskühlung nutzt die Eigenschaften der erneuerbaren Energie, da zur Kälteerzeugung nur Luft und Wasser als Quellen genutzt werden. Das Prinzip dieses Vorgangs ist dasselbe wie beim Schwitzen, bei dem durch die Schweißabsonderung Wasser verdunstet. Die für die Verdunstung notwendige Wärme wird der Umgebung entzogen, was dazu führt, dass die Haut des Menschen abkühlt.

Bei der indirekten adiabaten Kühlung bzw. indirekten Verdunstungskühlung wird das Kühlpotential dadurch erzeugt, dass nur die verlassende Raumluft (26 °C) großflächig mit Wasser in Verbindung gebracht wird. Die ohnehin vorhandene Wärmerückgewinnung nimmt die Verdunstungskälte (20 °C) auf und kühlt damit die benötigte Frischluft (32 °C) des Raumes. Dagegen gelangt die befeuchtete, verbrauchte Luft ohne Umluftanteile schwadenfrei direkt ins Freie. Selbst im Hochsommer lässt sich so die Frischluft auf angenehme 22 °C kühlen. Die indirekte Verdunstungskühlung erhöht dabei nicht den Wassergehalt der Raumluft. Mit einem Kubikmeter Wasser lassen sich so am Tag gut 1000 m² Fläche komfortabel kühlen.
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